Sinnsuche von metaFox –
60 Karten für Purpose-Coaching und Karrieregestaltung
im fachlichen Blick
Was gibt unserem Leben Sinn? Was erfüllt uns wirklich? Und woran erkennen wir, ob wir beruflich und persönlich auf dem richtigen Weg sind?
Es gibt Fragen, die uns ein Leben lang begleiten.
Manchmal stellen wir sie uns in Phasen beruflicher Veränderung. Manchmal dann, wenn wir eine wichtige Entscheidung treffen müssen. Und manchmal tauchen sie auf, obwohl äußerlich eigentlich alles gut zu laufen scheint.
Wir funktionieren, erfüllen Erwartungen, übernehmen Verantwortung und verfolgen Ziele.
Doch irgendwann entsteht vielleicht die Frage:
Ist das, was ich jeden Tag tue, auch das, was mir wirklich wichtig ist?
Gerade in Coaching, Supervision und Beratung halte ich die Auseinandersetzung mit persönlichen Werten, individuellen Sinnquellen und beruflichen Lebensentwürfen für ausgesprochen wertvoll.
Denn nicht immer fehlt es Menschen an Fähigkeiten, Möglichkeiten oder konkreten Zielen.
Manchmal fehlt vor allem die Klarheit darüber, wofür sie ihre Fähigkeiten einsetzen und welche Richtung sie ihrem Leben geben möchten.
Genau hier setzt das Kartenset „Sinnsuche – 60 Karten für Purpose-Coaching & Karrieregestaltung“ von Dr. Martina Nohl an.
Das Set wurde mir von metaFox kostenfrei als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken!
Ich habe mich intensiv mit den Karten, den unterschiedlichen Kategorien und dem beiliegenden Begleitheft beschäftigt.
Und ich kann bereits vorwegnehmen: Dieses Kartenset hat mich sowohl inhaltlich als auch hinsichtlich seiner ausgesprochen hochwertigen Verarbeitung überzeugt.
Was steckt hinter „Sinnsuche“?
Das Kartenset umfasst 60 Karten für Purpose-Coaching und Karrieregestaltung.
Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit persönlichen Sinnquellen und der Frage, welche Tätigkeiten, Erfahrungen, Werte und Beiträge ein Mensch als bedeutsam empfindet.
Der Begriff Purpose lässt sich nicht mit einem einzigen deutschen Wort übersetzen. Er umfasst unter anderem Aspekte wie Sinn, Absicht, Bestimmung, Aufgabe und persönliche Ausrichtung.
Dabei gefällt mir besonders, dass das Material nicht ausschließlich auf die Suche nach einer großen Lebensaufgabe ausgerichtet ist.
Auch kleinere, alltägliche Erfahrungen können Sinn vermitteln.
Ein wertvolles Gespräch. Eine gelungene Zusammenarbeit. Die Unterstützung eines anderen Menschen. Das Gefühl, etwas gestaltet oder eine schwierige Herausforderung gemeistert zu haben.
Das Begleitheft lädt dazu ein, solche individuellen Sinnquellen zu erkennen, miteinander zu verbinden und daraus eine persönliche Orientierung zu entwickeln.
Nicht die Vorstellung anderer Menschen davon, was sinnvoll sein sollte, steht im Mittelpunkt, sondern das individuelle Sinnerleben.
Genau diesen Ansatz finde ich für die professionelle Beratungsarbeit besonders interessant.
Drei Kategorien – unterschiedliche Wege zum persönlichen Sinn
Die Karten sind in drei farblich unterscheidbare Kategorien gegliedert.
Diese Struktur macht das Material übersichtlich und eröffnet gleichzeitig unterschiedliche Zugänge zur Sinnfindung.
🧡 1. Love & Live – Sinn durch Leben und Erleben
Die orangefarbenen Karten beschäftigen sich mit Sinnquellen, die besonders mit Erlebnissen, Begegnungen, Beziehungen und persönlichen Erfahrungen verbunden sind.
Dazu gehören beispielsweise:
-
Menschen begleiten
-
Kinder stärken
-
Gemeinschaft gestalten
-
Freude schenken
-
Menschen inspirieren
-
Herzen erfreuen
-
Abenteuer wagen
-
Mit Tieren verbinden
-
Wohlgefühl verbreiten
Besonders angesprochen hat mich die Karte „Menschen begleiten“.
Gerade in sozialen und pädagogischen Berufen kann die Erfahrung, andere Menschen in ihrer Entwicklung zu unterstützen, eine wichtige persönliche Sinnquelle darstellen.
Dabei geht es nicht nur darum, eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen.
Es geht auch um die Frage, welche Bedeutung wir unserem eigenen Handeln geben.
In einem Coaching könnte ich mir beispielsweise folgende Reflexionsfragen vorstellen:
Wann hatte ich zuletzt das Gefühl, mit meiner Arbeit wirklich etwas bewirkt zu haben?
Welche Begegnungen bleiben mir besonders in Erinnerung?
Was genau macht die Begleitung anderer Menschen für mich bedeutsam?
Auch die Karte „Kinder stärken“ finde ich aus meiner pädagogischen Perspektive besonders interessant.
Sie bietet einen unmittelbaren Zugang zu Fragen der beruflichen Identität und Haltung.
Was bedeutet es für mich, Kinder zu stärken? Woran erkenne ich, dass mir dies gelingt? Und welche Rahmenbedingungen brauche ich, um diesem Anspruch gerecht zu werden?
Solche Fragen können nicht nur in Einzelcoachings, sondern auch in pädagogischen Teams wertvolle Gespräche anstoßen.
💚 2. Create & Do – Sinn durch Schaffen und Gestalten
Die grünen Karten richten den Blick auf Tätigkeiten, durch die Menschen etwas entwickeln, verändern, erschaffen oder bewirken.
Beispiele sind:
-
Den Horizont erweitern
-
Perspektiven wechseln
-
Entwicklung voranbringen
-
Strukturen schaffen
-
Herausforderungen meistern
-
Probleme analysieren
-
Projekte durchführen
-
Für Gerechtigkeit sorgen
-
Zukunft gestalten
-
Als Vorbild vorangehen
Besonders interessant finde ich die Karte „Strukturen schaffen“.
Gerade in der Führungskräfteentwicklung bietet sie einen spannenden Ansatz.
Denn nicht jeder Mensch erlebt Sinn vor allem in der direkten Arbeit mit anderen.
Für manche liegt die persönliche Erfüllung darin, Prozesse zu verbessern, Orientierung zu ermöglichen oder langfristig tragfähige Rahmenbedingungen zu gestalten.
Eine Führungskraft könnte beispielsweise erkennen, dass sie besonders dann zufrieden ist, wenn es ihr gelingt, Arbeitsabläufe zu verbessern oder ihrem Team mehr Handlungssicherheit zu geben.
Hier würde ich gerne genauer nachfragen:
Welche Strukturen habe ich bereits geschaffen, von denen andere Menschen profitieren?
Was möchte ich langfristig in meiner Organisation verändern?
Welche Aufgaben geben mir das Gefühl, wirklich etwas gestalten zu können?
Auch „Zukunft gestalten“ gehört für mich zu den besonders interessanten Karten.
Sie eröffnet Gespräche über persönliche Visionen, berufliche Entwicklung und die Frage, welchen Beitrag wir selbst zu einer wünschenswerten Zukunft leisten möchten.
Dabei kann es sowohl um die eigene berufliche Laufbahn als auch um Veränderungen innerhalb einer Organisation gehen.
💙 3. Be & Believe – Sinn durch Haltung und innere Orientierung
Die blauen Karten widmen sich stärker inneren Überzeugungen, grundlegenden Haltungen und teilweise spirituellen Sinnquellen.
Hier finden sich beispielsweise:
-
Weisheit vorleben
-
Trost spenden
-
Das Gute entdecken
-
Bedeutung geben
-
Wesentliches erfassen
-
Für Achtsamkeit sorgen
-
Würde bewahren
-
Vertrauen geben
-
Frieden stiften
-
Dankbarkeit schenken
-
Ruhe bringen
Besonders angesprochen hat mich die Karte „Würde bewahren“.
Gerade in der Sozialen Arbeit, in pädagogischen Einrichtungen und in der Beratung ist die Achtung der Menschenwürde eine grundlegende professionelle Orientierung.
Die Karte könnte beispielsweise in einer Supervision eingesetzt werden, um über die eigene Haltung nachzudenken.
Wie zeigt sich die Achtung der Menschenwürde in meinem beruflichen Alltag?
In welchen Situationen fällt es mir schwer, meiner professionellen Haltung gerecht zu werden?
Welche Rahmenbedingungen unterstützen oder erschweren ein würdevolles Miteinander?
Auch die Karte „Vertrauen geben“ finde ich ausgesprochen wertvoll.
Vertrauen spielt sowohl in Beratungsbeziehungen als auch in der Zusammenarbeit von Teams und in der Führung eine entscheidende Rolle.
Was bedeutet Vertrauen für mich persönlich? Wie entsteht es? Und woran erkennen andere Menschen, dass ich ihnen Vertrauen entgegenbringe?
Mir gefällt an dieser Kategorie besonders, dass sie dazu einlädt, über die eigenen grundlegenden Überzeugungen nachzudenken.
Dabei müssen die Karten nicht zwangsläufig aus einer religiösen oder spirituellen Perspektive betrachtet werden.
Viele Begriffe lassen sich ebenso auf persönliche Werte, professionelle Haltungen und zwischenmenschliche Beziehungen beziehen.
Das methodische Konzept: Mehr als nur Karten auswählen
Ein wesentlicher Pluspunkt ist für mich das beiliegende Begleitheft.
Denn „Sinnsuche“ besteht nicht einfach nur aus 60 ansprechend gestalteten Karten mit inspirierenden Begriffen.
Das Material bietet einen strukturierten Zugang zur persönlichen Sinnfindung.
Besonders gelungen finde ich, dass der Prozess schrittweise aufgebaut ist.
1. Die persönliche Auswahl
Zu Beginn werden Karten ausgewählt, die eine Person besonders ansprechen.
Dabei kann entweder mit den Begriffen oder mit den Bildseiten gearbeitet werden.
Diese Unterscheidung finde ich ausgesprochen wertvoll.
Manche Menschen können sehr schnell benennen, welche Tätigkeiten oder Werte ihnen wichtig sind.
Andere finden über Bilder leichter einen Zugang zu ihren Gedanken und Gefühlen.
Ein Bild kann Erinnerungen auslösen, persönliche Wünsche sichtbar machen oder eine Verbindung zu Erfahrungen herstellen, die zunächst schwer in Worte zu fassen sind.
2. Gemeinsamkeiten und Muster erkennen
Im nächsten Schritt werden die ausgewählten Karten miteinander verglichen.
Welche Begriffe passen zusammen? Welche Themen wiederholen sich? Gibt es eine gemeinsame Richtung?
Vielleicht stellt eine Person fest, dass sie besonders viele Karten ausgewählt hat, die mit Beziehungen, Unterstützung und Gemeinschaft verbunden sind.
Eine andere Person entdeckt möglicherweise, dass sie vor allem durch Kreativität, Entwicklung und eigenständiges Gestalten Erfüllung erlebt.
Gerade diese Muster können interessante Erkenntnisse ermöglichen.
3. Die Auswahl verdichten
Anschließend wird die Anzahl der Karten reduziert.
Welche Sinnquellen sind besonders bedeutsam?
Welche Begriffe beschreiben tatsächlich etwas Wesentliches?
Und welche Karten sind zwar grundsätzlich positiv besetzt, spielen im eigenen Leben aber eine eher untergeordnete Rolle?
Diesen Schritt halte ich für ausgesprochen wichtig.
Denn eine persönliche Orientierung entsteht nicht dadurch, möglichst viele erstrebenswerte Eigenschaften oder Tätigkeiten auszuwählen.
Vielmehr geht es darum, Prioritäten zu erkennen.
4. Einen persönlichen Leitsatz entwickeln
Aus den ausgewählten Karten kann schließlich ein individueller Leitsatz entstehen.
Das Begleitheft beschreibt dazu Möglichkeiten, die eigenen Sinnquellen sprachlich miteinander zu verbinden.
Ein solcher Satz könnte beispielsweise lauten:
„Ich möchte Menschen in ihrer Entwicklung stärken, vertrauensvolle Beziehungen gestalten und Räume schaffen, in denen persönliche Potenziale wachsen können.“
Dieses Beispiel habe ich selbst formuliert, um eine mögliche Anwendung zu veranschaulichen.
Für mich liegt der besondere Wert eines solchen Leitsatzes darin, dass er Orientierung geben kann.
Bei beruflichen Entscheidungen, persönlichen Veränderungen oder der Frage, welche Aufgaben zukünftig mehr Raum einnehmen sollen.
Ein guter Leitsatz schreibt nicht vor, wie ein Leben auszusehen hat. Er erinnert daran, was einem Menschen persönlich wichtig ist.
Wo kann ich mir den Einsatz konkret vorstellen?
Aus meiner fachlichen Perspektive sehe ich zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten.
Besonders interessant finde ich das Set für Coaching, Supervision, Karriereberatung, Führungskräfteentwicklung und Teamentwicklung.
1. Einzelcoaching und persönliche Standortbestimmung
Im Einzelcoaching kann das Set dabei unterstützen, die eigenen Bedürfnisse, Werte und Lebensziele bewusster wahrzunehmen.
Gerade Menschen, die sich in einer Phase der Neuorientierung befinden, können von einem solchen Zugang profitieren.
Mögliche Fragestellungen sind:
Was erfüllt mich wirklich?
Welche Tätigkeiten geben mir Energie?
Welche Werte möchte ich stärker in meinem Leben berücksichtigen?
Was möchte ich zukünftig verändern?
Die Karten können helfen, zunächst diffuse Gedanken zu sortieren und daraus konkrete Entwicklungsschritte abzuleiten.
2. Berufliche Neuorientierung und Karriereberatung
Für die berufliche Neuorientierung halte ich das Kartenset für besonders geeignet.
Häufig beginnen entsprechende Beratungsprozesse mit Fragen nach vorhandenen Qualifikationen, beruflichen Erfahrungen oder möglichen Tätigkeitsfeldern.
Diese Aspekte sind selbstverständlich wichtig.
Gleichzeitig finde ich es sinnvoll, zunächst einen Schritt weiterzugehen.
Was möchte ein Mensch mit seiner beruflichen Tätigkeit eigentlich bewirken?
Welche Aufgaben empfindet er als sinnvoll? Welche Arbeitsbedingungen passen zu seinen persönlichen Werten? Und welche Tätigkeiten möchte er zukünftig stärker in seinen Alltag integrieren?
Eine Person, die beispielsweise die Karten „Menschen begleiten“, „Entwicklung voranbringen“ und „Vertrauen geben“ auswählt, könnte darin erste Hinweise auf ihre beruflichen Interessen und Motivationen erkennen.
Das Kartenset ersetzt dabei keine umfassende Berufsberatung oder Eignungsdiagnostik.
Es kann aber einen wertvollen Beitrag zur persönlichen Orientierung leisten.
3. Führungskräftecoaching und Rollenklärung
Auch für Führungskräfte bietet das Material interessante Möglichkeiten.
Gerade in verantwortungsvollen Positionen geraten persönliche Werte und berufliche Anforderungen manchmal in ein Spannungsverhältnis.
Eine Führungskraft möchte beispielsweise Vertrauen fördern, erlebt gleichzeitig aber hohen Kontroll- und Leistungsdruck.
Oder sie möchte Mitarbeitende stärken, hat im Alltag jedoch kaum Zeit für persönliche Gespräche.
Hier könnten Karten wie „Vertrauen geben“, „Strukturen schaffen“, „Menschen inspirieren“ oder „Zukunft gestalten“ eingesetzt werden.
Ich könnte mir beispielsweise vorstellen, eine Führungskraft drei Karten auswählen zu lassen, die ihre persönliche Führungsmotivation besonders gut beschreiben.
Anschließend würde ich gemeinsam mit ihr reflektieren:
Welche dieser Sinnquellen kann ich in meinem Führungsalltag bereits verwirklichen?
Wo entstehen Widersprüche zwischen meinen Werten und meinem tatsächlichen Handeln?
Welche konkreten Veränderungen würden mir helfen, meine Führungsrolle stimmiger zu gestalten?
Gerade diese Verbindung zwischen persönlicher Haltung und beruflichem Handeln finde ich ausgesprochen wertvoll.
4. Teamsupervision und Teamentwicklung
Ein weiteres spannendes Einsatzfeld ist die Arbeit mit Teams.
Im Begleitheft wird ausdrücklich beschrieben, wie die Karten zur Entwicklung eines gemeinsamen Teamleitbildes genutzt werden können.
Dabei wählen die Teammitglieder zunächst individuell Karten aus, die sie mit dem gemeinsamen Auftrag verbinden.
Anschließend werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede sichtbar gemacht.
Für ein pädagogisches Team könnte ich mir beispielsweise folgende Fragen vorstellen:
Wofür stehen wir als Team?
Was möchten wir für die Kinder und Familien bewirken?
Welche Werte prägen unsere Zusammenarbeit?
Was verbindet uns trotz unterschiedlicher Persönlichkeiten und Arbeitsweisen?
Welche Haltung möchten wir nach außen sichtbar machen?
Gerade bei neu zusammengesetzten Teams, Veränderungsprozessen oder der Weiterentwicklung einer gemeinsamen Konzeption sehe ich hier großes Potenzial.
Allerdings würde ich darauf achten, dass es nicht bei einer Sammlung schöner Begriffe bleibt.
Ein gemeinsam entwickeltes Leitbild sollte anschließend in konkrete Handlungen und Vereinbarungen übersetzt werden.
Denn erst dann wird aus einer gemeinsamen Vorstellung eine tatsächlich gelebte Haltung.
5. Supervision und berufliche Selbstreflexion
In der Supervision kann das Kartenset dazu beitragen, die eigene berufliche Identität und Motivation zu reflektieren.
Gerade in belastenden Arbeitsphasen verlieren Menschen manchmal aus dem Blick, weshalb sie sich ursprünglich für ihren Beruf entschieden haben.
Die Karten können einen Zugang zu persönlichen Sinnquellen eröffnen.
Gleichzeitig würde ich bewusst danach fragen, ob und wie diese Sinnquellen im aktuellen Arbeitsumfeld überhaupt gelebt werden können.
Denn Sinnorientierung darf nicht dazu führen, problematische Arbeitsbedingungen zu individualisieren.
Nicht jede berufliche Belastung lässt sich durch eine veränderte innere Haltung bewältigen.
Manchmal braucht es klare Grenzen, strukturelle Veränderungen oder eine grundsätzliche Neuorientierung.
6. Selbstfürsorge und Teamgesundheit
Auch im Zusammenhang mit Selbstfürsorge und Teamgesundheit sehe ich interessante Anwendungsmöglichkeiten.
Eine zentrale Frage könnte beispielsweise lauten:
Welche Tätigkeiten geben mir Energie und welche kosten mich dauerhaft Kraft?
Eine weitere:
Wo erlebe ich im Arbeitsalltag noch Sinn und wo habe ich den Kontakt zu meinen persönlichen Werten verloren?
Das Set könnte dabei helfen, eigene Kraftquellen bewusster wahrzunehmen und berufliche Prioritäten zu hinterfragen.
Wichtig ist mir allerdings die klare Unterscheidung zwischen persönlicher Sinnorientierung und gesundheitlicher Belastung.
Auch Menschen, die ihren Beruf als besonders sinnvoll erleben, benötigen Erholung, angemessene Arbeitsbedingungen und verlässliche Grenzen.
7. Ausbildung, Studium und Berufseinstieg
Auch für junge Erwachsene, Auszubildende und Studierende kann das Material interessant sein.
Gerade am Beginn des Berufslebens entstehen häufig Fragen nach persönlichen Interessen, beruflichen Möglichkeiten und langfristigen Zielen.
Die Karten können dazu beitragen, sich nicht ausschließlich an äußeren Erwartungen oder klassischen Karrierevorstellungen zu orientieren.
Stattdessen wird die Frage in den Mittelpunkt gestellt, welche Tätigkeiten und Werte persönlich bedeutsam sind.
Ich könnte mir den Einsatz beispielsweise in der beruflichen Orientierung, in der Studienberatung oder in begleitenden Coachingangeboten vorstellen.
8. Persönliche Entscheidungsprozesse
Auch bei wichtigen Entscheidungen kann das Kartenset einen hilfreichen Reflexionsrahmen bieten.
Manchmal stehen Menschen vor zwei Möglichkeiten, die beide Vor- und Nachteile haben.
Eine neue berufliche Herausforderung verspricht Entwicklung, bedeutet aber möglicherweise weniger Sicherheit.
Eine Führungsposition eröffnet Gestaltungsmöglichkeiten, bringt jedoch zusätzliche Verantwortung mit sich.
Hier können die Karten helfen, die eigenen Prioritäten bewusster wahrzunehmen.
Welche Entscheidung passt stärker zu meinen persönlichen Sinnquellen?
Welche Werte möchte ich bei meiner Entscheidung berücksichtigen?
Und welche Kompromisse bin ich bereit einzugehen?
Die Karten liefern keine fertige Antwort.
Sie können aber dabei unterstützen, die eigene Entscheidung bewusster und reflektierter zu treffen.
Besonders gelungen: Die zusätzlichen Anwendungsideen
Neben dem eigentlichen Coachingprozess enthält das Begleitheft weitere methodische Anregungen.
Einige davon finde ich besonders interessant.
Die Tageskarte
Eine Karte wird ausgewählt, um die eigene Aufmerksamkeit auf eine persönliche Sinnquelle zu richten.
Die Frage könnte lauten:
Was ist mir heute besonders wichtig?
Die Gute-Nacht-Karte
Am Ende des Tages wird reflektiert, welche Erfahrungen als sinnvoll oder erfüllend erlebt wurden.
Das kann helfen, den Blick bewusst auf bedeutsame Momente zu lenken.
Die Entscheidungshilfe
Bei einer anstehenden Entscheidung werden Karten ausgewählt, die mit den verschiedenen Möglichkeiten verbunden werden.
Anschließend wird reflektiert, welche Sinnquellen jeweils angesprochen werden.
Die Arbeit mit dem inneren und äußeren Erleben
Hier wird betrachtet, welche inneren Bedürfnisse und äußeren Anforderungen eine Rolle spielen.
Gerade im Coaching kann diese Unterscheidung interessante Erkenntnisse ermöglichen.
Die Entwicklung eines Teamleitbildes
Mehrere Personen wählen Karten aus, die für ihre gemeinsame Arbeit bedeutsam sind.
Anschließend wird daraus eine gemeinsame Orientierung entwickelt.
Diese Vielfalt gefällt mir besonders gut.
Das Material eignet sich dadurch nicht nur für längere Coachingprozesse, sondern auch für kürzere Reflexionssequenzen.
Die Bildseiten: Ein zusätzlicher Zugang zur Reflexion
Ein Punkt, der mir besonders gefällt, ist die Kombination aus Begriffen und Fotografien.
Die Karten zeigen sehr unterschiedliche Motive.
Darunter befinden sich zwischenmenschliche Begegnungen, Naturaufnahmen, kreative Tätigkeiten und symbolische Darstellungen.
Die Bilder eröffnen einen Zugang, der über die reine Beschäftigung mit Begriffen hinausgeht.
Denn Menschen verbinden mit einem Bild häufig ganz unterschiedliche Erfahrungen.
Ein Naturmotiv kann beispielsweise Freiheit, Ruhe, Abenteuer oder persönliche Entwicklung symbolisieren.
Ein Bild von Menschen in einer gemeinsamen Situation kann Erinnerungen an Zugehörigkeit, Unterstützung oder Zusammenhalt auslösen.
Gerade deshalb würde ich die Bilder nicht vorschnell interpretieren.
Viel interessanter finde ich die Frage:
Was bedeutet dieses Bild für die Person, die es ausgewählt hat?
Diese Offenheit entspricht aus meiner Sicht einer ressourcenorientierten und systemischen Haltung.
Nicht die Interpretation der beratenden Person ist entscheidend, sondern die individuelle Bedeutung, die der Mensch selbst dem Motiv zuschreibt.
Die Verarbeitung: Hochwertig, durchdacht und einfach schön anzufassen
Neben den fachlichen Inhalten möchte ich die Materialqualität ganz besonders hervorheben.
Die Karten sind wirklich ausgesprochen hochwertig verarbeitet.
Schon beim ersten Anfassen fällt auf, wie angenehm sie in der Hand liegen.
Sie wirken stabil, sind sauber verarbeitet und haben eine sehr angenehme Haptik.
Auch die abgerundeten Ecken, die klare Typografie und die farbliche Gestaltung gefallen mir ausgesprochen gut.
Die unterschiedlichen Kategorien lassen sich schnell voneinander unterscheiden.
Die Fotografien sind ansprechend und abwechslungsreich ausgewählt.
Hinzu kommt die stabile Aufbewahrungsbox, in der das Material ordentlich verstaut werden kann.
Für mich ist das ein wesentlicher Qualitätsfaktor.
Gerade in Coaching, Supervision und Beratung werden Karten regelmäßig in die Hand genommen, ausgelegt, verschoben und neu miteinander kombiniert.
Dabei macht es einen Unterschied, ob ein Material lediglich seinen Zweck erfüllt oder ob es sich auch angenehm und wertig anfühlt.
Bei „Sinnsuche“ stimmen für mich sowohl die Inhalte als auch die Haptik.
Das Kartenset macht einfach Freude in der Handhabung.
Und genau deshalb kann ich mir sehr gut vorstellen, es regelmäßig als methodischen Impuls einzusetzen.
Was würde ich fachlich kritisch einordnen?
Auch bei einer insgesamt ausgesprochen positiven Bewertung gehört für mich eine differenzierte fachliche Betrachtung dazu.
Zunächst ist die Frage nach dem persönlichen Lebenssinn sehr individuell.
Nicht jeder Mensch kann oder möchte einen übergeordneten Purpose für sein Leben formulieren.
Und das ist vollkommen in Ordnung.
Für manche Menschen kann es hilfreicher sein, zunächst kleine Sinnquellen im Alltag zu entdecken.
Auch die Begriffe auf den Karten werden nicht von allen Menschen gleichermaßen verstanden.
Einzelne Formulierungen können inspirierend wirken, andere möglicherweise abstrakt oder wenig passend erscheinen.
Deshalb halte ich es für wichtig, Raum für individuelle Bedeutungen und eigene Formulierungen zu lassen.
Ebenso würde ich die drei Kategorien nicht als starre Einteilung von Menschen verstehen.
Sie dienen der Orientierung und Strukturierung, nicht der Persönlichkeitsdiagnostik.
Ein weiterer Punkt ist mir besonders wichtig:
Sinnorientierung darf nicht dazu führen, tatsächliche Belastungen oder schwierige Lebensumstände kleinzureden.
Gerade im beruflichen Kontext braucht es manchmal nicht nur eine neue persönliche Perspektive, sondern tatsächliche Veränderungen von Arbeitsbedingungen, Verantwortlichkeiten oder Strukturen.
Ein Kartenset kann solche Prozesse begleiten, aber nicht ersetzen.
Für mich sind das keine grundsätzlichen Schwächen des Materials.
Es sind vielmehr Aspekte, die bei einem professionellen und verantwortungsvollen Einsatz berücksichtigt werden sollten.
Mein Fazit: Eine definitive Empfehlung!
„Sinnsuche – 60 Karten für Purpose-Coaching & Karrieregestaltung“ von Dr. Martina Nohl hat mich auf ganzer Linie überzeugt.
Besonders gefällt mir die Verbindung aus persönlichen Sinnquellen, ansprechenden Bildern und einem nachvollziehbaren methodischen Konzept.
Die drei Kategorien eröffnen unterschiedliche Zugänge zu der Frage, was Menschen als bedeutsam und erfüllend erleben.
Das Begleitheft bietet dazu konkrete Anregungen, die sich sowohl für längere Coachingprozesse als auch für einzelne Reflexionsübungen nutzen lassen.
Vor allem die Möglichkeit, aus mehreren ausgewählten Karten einen individuellen Leitsatz zu entwickeln, finde ich ausgesprochen gelungen.
Auch die Einsatzmöglichkeiten sind aus meiner Sicht vielfältig.
Ob Einzelcoaching, berufliche Neuorientierung, Führungskräfteentwicklung, Supervision, Teamentwicklung oder persönliche Reflexion: Ich sehe zahlreiche Situationen, in denen dieses Material einen wertvollen Beitrag leisten kann.
Und dann ist da noch die Verarbeitung.
Die hochwertige Qualität, die angenehme Haptik, die ansprechenden Bildmotive und die stabile Aufbewahrungsbox machen das Kartenset auch praktisch zu einer Freude.
Für mich ist „Sinnsuche“ deshalb eine klare Empfehlung für alle, die Menschen bei ihrer persönlichen und beruflichen Orientierung begleiten und ihren Methodenkoffer um ein hochwertiges, vielseitiges Arbeitsmaterial erweitern möchten.
Besonders wertvoll finde ich dabei einen Gedanken:
Sinn lässt sich nicht von außen vorgeben. Aber wir können Menschen dabei begleiten, ihre eigenen Sinnquellen zu entdecken.
Genau dafür bietet dieses Kartenset aus meiner Sicht einen ausgesprochen schönen Zugang.
Meine Einschätzung beruht auf der intensiven fachlichen Durchsicht des Materials und seiner möglichen Einsatzbereiche. Eine systematische Wirksamkeitsprüfung ist damit nicht verbunden.
Vielen Dank an metaFox für die kostenfreie Bereitstellung dieses hochwertigen Rezensionsexemplars!
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Wer jetzt Lust bekommen hat, die Karten selbst kennenzulernen und für Coaching, Supervision, Beratung, Karrieregestaltung, Teamentwicklung oder die eigene persönliche Reflexion zu nutzen, findet das Kartenset hier:
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Vielleicht ist „Sinnsuche“ genau die Ergänzung, die in eurem Methodenkoffer noch gefehlt hat 😊
Werbung | Transparenzhinweis: Das Kartenset „Sinnsuche“ wurde mir von metaFox kostenfrei als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine fachliche Einschätzung erfolgt unabhängig und gibt meine persönliche Bewertung des Materials wieder.